Digitale Sitten und Gebräuche... Digitalkultur Auf dem Weg zum Bus Richtung Museumsbesuch , ich berichtete, hab ich einen angemalten Stein gefunden. Einen analogen! Die Form wurde optimal künstlerisch genutzt und ein Turnschuh drauf gemalt bzw. es ist nun eine Art steinerner Turnschuh. Sieht sehr hübsch aus. Also das war mein Museumstaghighligt. Hintendrauf steht ein Gartenzaunzeichen und Aischrundstone
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Also es ist eine Art Mitbringspiel oder Weitertragspiel, das den analogen Stein und die analoge adhoc-Schnitzeljagd in digitaler Form seine Fortsetzung finden tut. Spannend! Was sich Menschen so alles ausdenken.
Solche Steine hab ich schon öfter gesehen und mich über die wunderschöne Bemalung gefreut. Die sind wie Smileys im Alltag Hey- und Highlights.
Dass mer damit noch was machen kann bzw. mitmachen darf, dass es eine Einladung, Offerte zum Mitspielen ist, hab ich da noch ned gwusst. Und hast Du bei sowas schon mal mitgespielt? Ob es noch andere solcher Gebräuche und Mitmachspielereien gibt? Das Spass machen tut? Ein Highlight für die Sinne?
Auch hier werden mehrere Dimensionen miteinander verknüpft. Als Autofahrer siggsd die fei ned. Da musst scho zu Fuss unterwegs sei. Langsam und achtsam
Es gibt auch noch einen zweiten Comic zum Thema Museum. Der hat sich so als Afterburner ergeben, so als Nachbrenner... in der Nachverarbeitung.
Einen Kommentar hab ich neulich bekommen, der mich ein klein wenig geärgergt hat... und ich hab lang überlegt warum. Weil es is ja neutral gehalten... "Das mit dem halben Hirn ist so eine Sache. Gibt eine Folge von 'Geist und Gehirn' dazu die heißt 'Ein halbes Gehirn'. Darin zeigt er dass man mit einem halben Gehirn auch prima zurecht kommen kann, allerdings kommt es sehr auf das Alter und die Umstände an unter denen man die andere Hälfte verliert. Faustregel: je jünger das Gehirn desto plastischer reagiert die Hardware und desto empfindlicher die Software. Wenn das Gehirn alt ist (> 17 Jahre) ist es umgekehrt."
Also irgendwie nervt mich das, weil die Lebenswirklichkeit meiner Schwester und damit unser Familienkontext davon sehr geprägt ist. Und das ist sehr anstrengend und nicht immer einfach. Das klingt so, als würd das bei jedem Kind wieder werden. Und das ist halt nicht so.
Meine Schwester hat sehr starke Einschränkungen. Sie hat Pflegegrad 5, ihr Gedächtniszentrum ist im Arsch und sie ist halbseitig gelähmt. Frag sie doch mal, ob ihr das so gefällt. Sie würde liebend gern mit Dir tauschen, weil sie kann nicht mal in einer schwerbehindertenwerkstatt arbeiten gehen. Wer sowas global in den Raum stellt, kann ja gern mal mit ihr tauschen oder mal einen ganzen Tag mit ihr verbringen. Danach biste sicher davon kuriert. Sie hätte nämlich auch gern ein normales gesundes Leben und würd gern Auto fahren können, auf Arbeit geben und einen Mann und Kinder haben. Aber das kann ich ihr leider nicht ermöglichen. Ausser meiner Mama und mir und den Profis hat sie keine sozialen Kontakte. Die brechen halt ab, sofern Du welche als Kind hinbekommen hast, wenn Du schwerbehindert bist. Auch weil Du sie halt ned selber pflegen und anbahnen kannst. Das ist halt so.
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